„Welcome to Hollywood“
5 03 2012So, da bin ich schon wieder…
Erstmal herzlichen Dank für die vielen Emails die ich von meinem letzten Bericht erhalten habe. Ich habe mich sehr gefreut!!! Weiter so 😉
Der Abschied aus Salta war gar nicht so leicht wie gedacht. Denn vorallem die Hausmeisterfamilie, um die Mutter Ana, ist mir schon sehr ans Herz gewachsen. Durch sie hatte ich einen tollen Einblick in das argentinische Leben; Reiten, Weihnachten, Karneval und diverses leckeres Essen. Trotzdem bin ich wie geplant abgereist. Zuerst ging es in einer knapp 24 Stunden langen Busfahrt nach San Raphael. Dort sind Marcos, ein verrückter Kumpel aus Salta den ich von der Fundation kenne, und ich am ersten Tag in die Berge gefahren. San Raphael liegt südlich von Mendoza an den Anden und ist bekannt für spektakuläres Rafting. Als wir allerdings ankamen hatte der Fluss fast 80cm weniger Wasser und wir entschieden nicht zu raften, da es sehr langweilig schien. Also gingen wir einfach nur im Fluss an einer gemütlichen Stelle baden und begrüßten vorbeifahrende Raftinggruppen in Indianerslang mit „Howh“.
Am nächsten Tag liehen wir uns vom Hostel Fahrräder und fuhren knapp 30 km von Weinprobe zu Weinprobe. Sehr lustig. Am abend kauften wir uns was leckeres zum kochen und aßen uns die Bäuche dick.
Tags drauf bin ich dann schon in aller frühe nach Mendoza abgereist. Marcos suchte noch am selben Tag seine Fahrradgruppe auf, die er in 10 Tagen auf Fahrrädern durch die Anden nach Chile führte.
An diesem morgen begann mal wieder mein Magen-Darm-Trackt verrückt zu spielen. Aber in der Hinsicht haut mich jetzt glaube ich nicht mehr viel um; denn die Tage in Mendoza habe ich zusammengerollt in meinem Bett verbracht. Denn die Schmerzen im Unterleib waren unerträglich. Trotzdem hatte ich großen Hunger und keine sonstigen Symptome. Auch bin ich mehrmals durch die Stadt gelaufen. Wirklich eine super schöne Stadt. Man sieht vor lauter riesigen Bäumen die Häuser gar nicht mehr. Und fasst alle Straßen sind komplett überdacht von den selben unglaublich großen Bäumen. San Rafael war übrigens sehr ähnlich nur nicht ganz so extrem.
Die Fahrt nach Santiago de Chile war ein wahres Spektakel. Die Straße führte mitten durch die Anden. Sogar den höchsten Berg Südamerikas habe ich erspäht. Aconaqua mit mehr als 6900 Metern Höhe ist der höchste Berg auserhalb von Asien. Super beeindruckend!! Eine wahnsinnige Straße sind wir einen Berg in Chile runter gefahren. Dort konnte man von ganz oben bis nach ganz unten die Serpentinen sehen. Ihr müsst euch unbedingt das Bild dazu anschauen. In Chile angekommen wurde ich super herzlich von Benjamin und seiner Familie aufgenommen und begrüßt. Am nächsten Tag sind wir dann in eine super Klinik gefahren und ich wurde komplett durchgecheckt. Natürlich erst, nachdem sie genügend Geld von mir gesehen hatten. Auf jeden Fall stellte sich heraus, dass es nicht wie ich vermutet hatte mein Blinddarm war, der einen Infekt hatte (die Schmerzen waren in die rechte untere Bauchgegend gewandert), sondern nur mein Dickdarm verrückt gespielt hatte. Also alles in Butter. Nur musste ich einer ganz „bitteren“ Diät standhalten. Kein Gemüße und kein Obst und auch keine Milch. Nur Nudeln, Reis und Fleisch 🙂 Benjamin hat mir dann einen Tag lang Downtown Santiago gezeigt. Wirklich eine interessante Stadt. Auserdem sind wir auch noch auf einen höheren Berg in der Nähe gefahren. Von dort kann man die ganze Stadt überblicken und eigentlich auch noch die super hohen Berge im Hintergrund gut erblicken. Allerdings hat Santiago, da es von Bergen komplett umrundet ist, ein großes Smogproblem und wir konnten die Berge leider nur schwach erkennen. Nachdem ich mich in Santiago gut erholt hatte ging es dann auch schon weiter nach Los Angeles.
Dort angekommen habe ich mein Hostel ganz in der Nähe aufgesucht. Ein sehr, auf die Hautfarbe bezogener, dunkler Stadtteil. Aber darüber machte ich mir keine Sorgen. Von dort aus konnte ich relativ gut die Innenstadt, den Strand erreichen und es war günstig.
Am selben Tag noch habe ich mich mit einer Freundin, namens Kelsey, von meiner Schwester Lea getroffen, die in LA-Downtown wohnt. Durch sie habe ich die Stadt ein bisschen kennen gelernt und wir waren noch gemeinsam in dem für die Westküste berühmten Burgerrestaurant „In and Out Burger“ lecker essen. Diese Restaurantkette kann ich jedem nur empfehlen der gerne leckere Burger isst und an der Westküste unterwegs ist. (Extra Tipp: Bestellt es als „Animal-Style“, dann wird extra Käse, Speck und Zwiebeln auf Burger und Fries verteilt!!!) Auf dem Weg abends zurück zur U-Bahn bin ich an einem Filmset vorbeigekommen. Dort habe ich angehalten und mir länger das Treiben angeschaut. Auf einmal kommt, wie sich im späteren Gespräch herausstellte, der Manager auf mich zu und fragte, was ich hier tue. Darauf entwickelte sich ein Gespräch von über einer Stunde und am Ende habe ich sogar noch mit den Schauspielern Pizza gegessen, die mir der Manager, Name dummerweise vergessen, mit den Worten „Welcome in Hollywood“ überreicht hatte.
Tagsdrauf habe ich das leckere Blueberrymuffinfrühstück mit Kaffee und Popcorn als Nachtisch genossen. Ja, mein Hostel hatte eine Popcornmaschine frei zugänglich… einfach nur gut! Also wie ihr merkt. Ich habe mich richtig wohl gefühlt in den Staaten, vorallem, da ich gerne mal so richtig amerikanisch esse. 🙂
Am Tag nach den Oscars war ich dann auch in Hollywood mal unterwegs. Denn am Tag der Oscars war alles abgesperrt und man konnte nicht wirklich viel sehen. Dort habe ich dann die Abbaumasnahmen gesehen. Wirklich ein verrückter Stadtteil 🙂
Die berühmten Strände Santa Monica und Venice Beach konnte ich natürlich auch nicht auslassen. Also lief ich einen Tag fast 10 km nur am Strand und wurde Zuschauer eines tollen Sunsets und Fotoshootings im Hintergrund.
Ansonsten habe ich in Los Angeles ziemlich gefrohren. Denn es waren nur 14 Grad. Eigentlich total ungewöhnlich für LA und auch ich war klamottentechnisch nicht sonderlich drauf vorbereitet. Aber es war eine super Zeit. Endlich konnte ich mal wieder ein richtiges Gespräch mit jemanden führen, denn auf spanisch fiel mir sowas immer noch relativ schwer.
Jetzt bin ich schon auf Fidschi und hier ist es wunderbar!!! Mehr dazu dann bald hier!! Also immer mal wieder vorbei schauen!
Freu mich auf Rückmeldung auch unter kai_sommer@hotmail.de
Viele Grüße
Kai
Kategorien : Nord Amerika, Süd Amerika






















































































































